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Der Bürgersaal im neuen Verwaltungszentrum des Marktes bietet den idealen Rahmen für alle Arten von Veranstaltungen.
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Marktes bietet den idealen Rahmen für alle Arten von Veranstaltungen.

Die Kallmünzer Geschichte

Von welcher Seite man sich Kallmünz nähert, immer ist es das graue Mauerwerk der Burgruine, das zuerst den Blick auf sich zieht.

Kallmünz liegt zwischen Naab und Vils gebettet am Ortsrande jener Kalkfelsenlandschaft, die weiter nordwärts in der Fränkischen Schweiz ihr meist besuchtes Gebiet besitzt, aber um Kallmünz selber sich zu einzigartigen, eindrucksvollen Bildern ballt, die oft geradezu von klassischer Größe und Schönheit sind. Herrlich baut sich der Ort, vom Strobelberg gesehen, auf.

Kallmünzer Burg
Ein stetes Rauschen raunt durch die Luft; hier vereinigen sich die Wasser der grünen Vils und der braunen Naab, in der Farbe ihre Jura- oder Waldbodenheimat verratend. 12 km östlich beginnen bereits die Berge des Bayerischen Waldes.

Über weite Föhrenwälder des zwischengelagerten Waldweihergebietes grüßen sanft gewellte Berge herüber. Am schönsten zeigt sich das Wechselspiel des landschaftlichen Gepräges dem, der auf ein Stündlein hinaufwandert zum "Stadtberg", wo er auf dem höchsten Punkt, im Schatten einiger Birken, den umfassenden Rundblick mit Kallmünz tief im Tal auskosten kann. Graugewittert schaut die Burg ins Tal. Bayerische Herzöge aus der Landshuter Linie erbauten die Wehranlage um 1230, damit sie den alten Erz- und Salzweg Amberg-Regensburg und auch einen damals hier - erst über eine Furt, dann über Brücken - durchlaufenden Nebenstrang des Fernhandelsweges Nürnberg-Regensburg unter ihre Aufsicht brachten. Aus gleicher Erwägung und um das stolze Regensburg in die Zange zu nehmen, setzten sich diese Herzöge damals auch an allen übrigen bedeutenden Zugangsstraßen fest.

Das alte Kallmünzer Rathaus beherbergt ein Museum
So gehörte diese Burg zu einem festen wittelsbachischen Ring um Regensburg, dem sich Burglengenfeld an der Naab, Cham am Regen, Straubing an der Donau, Trausnitz ob Landshut an der Isar und Kelheim mit Abbach am Oberlauf der Donau beigesellten. Vergangene Kleinstaatenpolitik, die nicht vereinzelt dasteht, aber bei der Burgenbetrachtung mitunter übersehen wird.

Wandern wir durch die bunten, winkeligen Gassen und Straßen, so fallen uns vielfach noch die alten Wandgemälde an den Häusern auf. Sichtbar erhaltene Spuren ortsansässiger Maler des 18. Jahrhunderts, die mit Mathias Zintl, dem Schöpfer der frischen Deckengemälde der Kallmünzer Pfarrkirche, und Josef Hämmerl, dem Verfertiger der wertvollen Ortsbildersammlung im Schloß Dietldorf ihre Höhepunkte erreicht. Hämmerls Sohn Georg schuf im 19. Jahrhundert verschiedene Glasfenster des Regensburger Doms. J.B. Laßleben, der Vater der oberpfälzischen Heimatbewegung, gründete hier 1906 seine "Oberpfalz", eine der ältesten Heimatzeitschriften Bayerns. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts prägte hier der bekannte Münzmeister Paur den Kallmünzer Hochzeitstaler, und um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gingen Georg Braunspergers berühmte Darmsaiten von hier über ganz Deutschland. Kallmünz ist der ideale Ort zum Entspannen. Mit seinem bunten Häusergewürfel bietet er, seit Charles Palmie ihn als Malerwinkel entdeckte, bekannten Malern beliebte Motive. Charles Palmie war es auch, der um 1900 das Wort von der "Perle des Naabtales" prägte.

Kallmünz im Winter
Die schattigen Waldwege des naheliegenden Waizenberges und des stillen Fallgatters schenken dem Erholungssuchenden abseits der Autostraßen die nötige Urlaubsruhe. Dass die Wasser der Naab und Vils dem Wassersportler, Angler, Schwimmer und Paddler echte Ferienfreuden bringen, sei noch besonders vermerkt. Günstige Busverbindungen mit Regensburg und Amberg erschließen auch dem Fußwanderer manche Ausflugsmöglichkeiten. Der Markt Kallmünz hat ca. 2900 Einwohner.

Nachfolgende Künstler waren schon mit Palmiè in Kallmünz. Professor von Canal, Professor Gussow, die Kunstmaler Melchior Kern, Schmidt-Michelsen, Bach, Hänisch, Hummel, Möser, Späthling, von Senger und von den Künstlerinnen sei Frl. Elsa Boyens aus Leipzig genannt, die damals folgendes günstiges Urteil über Kallmünz im Regensburger Anzeiger schrieb: "Die Künstler können sich nichts Schöneres denken. Da fehlen nicht die bunten malerischen Häuschen mit den Terrassen und Treppchen, die sich im Flusse spiegeln und einen fast italienischen Eindruck machen - nicht die seltsamen Felsformationen, die steil zum Wasser abfallen, so daß der Beschauer sich manchmal beinahe nach Norwegen versetzt glaubt - nicht die grünen Matten, die ihn wie Schweizer Almen anmuten - und auch nicht die schattigen Laubwälder, die ihn doch nicht vergessen lassen, daß er in Deutschland ist. " Auch W. Schacht und F.W. Scholtz aus Dresden sollen nicht unerwähnt sein. Bei vielen Künstlern blieb es nicht bei einem einmaligen Aufenthalt in Kallmünz, sie besuchten ihr liebes "Nest" oft Jahre hindurch.

Kallmünz war als Malerwinkel entdeckt - auch die Malschulen wurden fortgesetzt. 1903 finden wir in Kallmünz, von München kommend, Wassily Kandinsky mit seiner Malschule "Phalanx". Unter seinen Schülerinnen ist Gabriele Münter, mit der er sich im Sommer 1903 in Kallmünz verlobt. Kandinsky streift mit seiner Schule auch in die engere und weitere Umgebung von Kallmünz. In den Skizzenbüchern Kandinskys sind neben Oberpfälzer Landschaften Ansichten der Orte Kallmünz, Eich und Nabburg.

Eine große Anzahl Kallmünzer Gemälde von Kandinsky entstehen 1903 und 1904. - In der Gabriele-Münter-Stiftung, welche die Künsterlin 1957 München zueignete und die jetzt in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus ihre Bleibe fand, befinden sich auch zwei Ölgemälde von Kandinsky, welche Gabriele Münter beim Malen in Kallmünz zeigen. Ein Ölbild von Gabriele Münter zeigt Wassily Kandinsky an einem Berghang in Kallmünz. Schliesslich ist uns noch eine Lithographie aus dem Jahre 1836 von Domenico Quaglio (1787 - 1837), Kallmünz mit dem Brunntor, bekannt. Quaglio war einer der besten Architekturmaler der deutschen Romantik. Vermutlich kam Quaglio in die Gegend, als im Auftrage Ludwigs I. nach einem Platz für die geplante Befreiungshalle gesucht wurde. Es soll der Weitzenberg im Gespräch gewesen sein.

Termine aus der Gemeinde

Aktuell keine Veranstaltungen veröffentlicht.

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Die Kallmünzer Geschichte

Ein stetes Rauschen raunt durch die Luft; hier vereinigen sich die Wasser der grünen Vils und der braunen Naab, in der Farbe ihre Jura- oder Waldbodenheimat verratend. | Foto: Helmut Krönauer
Von welcher Seite man sich Kallmünz nähert, immer ist es das graue Mauerwerk der Burgruine, das zuerst den Blick auf sich zieht.

Kallmünz liegt zwischen Naab und Vils gebettet am Ortsrande jener Kalkfelsenlandschaft, die weiter nordwärts in der Fränkischen Schweiz ihr meist besuchtes Gebiet besitzt, aber um Kallmünz selber sich zu einzigartigen, eindrucksvollen Bildern ballt, die oft geradezu von klassischer Größe und Schönheit sind. Herrlich baut sich der Ort, vom Strobelberg gesehen, auf.

Kallmünzer Burg
Ein stetes Rauschen raunt durch die Luft; hier vereinigen sich die Wasser der grünen Vils und der braunen Naab, in der Farbe ihre Jura- oder Waldbodenheimat verratend. 12 km östlich beginnen bereits die Berge des Bayerischen Waldes.

Über weite Föhrenwälder des zwischengelagerten Waldweihergebietes grüßen sanft gewellte Berge herüber. Am schönsten zeigt sich das Wechselspiel des landschaftlichen Gepräges dem, der auf ein Stündlein hinaufwandert zum "Stadtberg", wo er auf dem höchsten Punkt, im Schatten einiger Birken, den umfassenden Rundblick mit Kallmünz tief im Tal auskosten kann. Graugewittert schaut die Burg ins Tal. Bayerische Herzöge aus der Landshuter Linie erbauten die Wehranlage um 1230, damit sie den alten Erz- und Salzweg Amberg-Regensburg und auch einen damals hier - erst über eine Furt, dann über Brücken - durchlaufenden Nebenstrang des Fernhandelsweges Nürnberg-Regensburg unter ihre Aufsicht brachten. Aus gleicher Erwägung und um das stolze Regensburg in die Zange zu nehmen, setzten sich diese Herzöge damals auch an allen übrigen bedeutenden Zugangsstraßen fest.

Das alte Kallmünzer Rathaus beherbergt ein Museum
So gehörte diese Burg zu einem festen wittelsbachischen Ring um Regensburg, dem sich Burglengenfeld an der Naab, Cham am Regen, Straubing an der Donau, Trausnitz ob Landshut an der Isar und Kelheim mit Abbach am Oberlauf der Donau beigesellten. Vergangene Kleinstaatenpolitik, die nicht vereinzelt dasteht, aber bei der Burgenbetrachtung mitunter übersehen wird.

Wandern wir durch die bunten, winkeligen Gassen und Straßen, so fallen uns vielfach noch die alten Wandgemälde an den Häusern auf. Sichtbar erhaltene Spuren ortsansässiger Maler des 18. Jahrhunderts, die mit Mathias Zintl, dem Schöpfer der frischen Deckengemälde der Kallmünzer Pfarrkirche, und Josef Hämmerl, dem Verfertiger der wertvollen Ortsbildersammlung im Schloß Dietldorf ihre Höhepunkte erreicht. Hämmerls Sohn Georg schuf im 19. Jahrhundert verschiedene Glasfenster des Regensburger Doms. J.B. Laßleben, der Vater der oberpfälzischen Heimatbewegung, gründete hier 1906 seine "Oberpfalz", eine der ältesten Heimatzeitschriften Bayerns. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts prägte hier der bekannte Münzmeister Paur den Kallmünzer Hochzeitstaler, und um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gingen Georg Braunspergers berühmte Darmsaiten von hier über ganz Deutschland. Kallmünz ist der ideale Ort zum Entspannen. Mit seinem bunten Häusergewürfel bietet er, seit Charles Palmie ihn als Malerwinkel entdeckte, bekannten Malern beliebte Motive. Charles Palmie war es auch, der um 1900 das Wort von der "Perle des Naabtales" prägte.

Kallmünz im Winter
Die schattigen Waldwege des naheliegenden Waizenberges und des stillen Fallgatters schenken dem Erholungssuchenden abseits der Autostraßen die nötige Urlaubsruhe. Dass die Wasser der Naab und Vils dem Wassersportler, Angler, Schwimmer und Paddler echte Ferienfreuden bringen, sei noch besonders vermerkt. Günstige Busverbindungen mit Regensburg und Amberg erschließen auch dem Fußwanderer manche Ausflugsmöglichkeiten. Der Markt Kallmünz hat ca. 2900 Einwohner.



Nachfolgende Künstler waren schon mit Palmiè in Kallmünz. Professor von Canal, Professor Gussow, die Kunstmaler Melchior Kern, Schmidt-Michelsen, Bach, Hänisch, Hummel, Möser, Späthling, von Senger und von den Künstlerinnen sei Frl. Elsa Boyens aus Leipzig genannt, die damals folgendes günstiges Urteil über Kallmünz im Regensburger Anzeiger schrieb: "Die Künstler können sich nichts Schöneres denken. Da fehlen nicht die bunten malerischen Häuschen mit den Terrassen und Treppchen, die sich im Flusse spiegeln und einen fast italienischen Eindruck machen - nicht die seltsamen Felsformationen, die steil zum Wasser abfallen, so daß der Beschauer sich manchmal beinahe nach Norwegen versetzt glaubt - nicht die grünen Matten, die ihn wie Schweizer Almen anmuten - und auch nicht die schattigen Laubwälder, die ihn doch nicht vergessen lassen, daß er in Deutschland ist. " Auch W. Schacht und F.W. Scholtz aus Dresden sollen nicht unerwähnt sein. Bei vielen Künstlern blieb es nicht bei einem einmaligen Aufenthalt in Kallmünz, sie besuchten ihr liebes "Nest" oft Jahre hindurch.

Kallmünz war als Malerwinkel entdeckt - auch die Malschulen wurden fortgesetzt. 1903 finden wir in Kallmünz, von München kommend, Wassily Kandinsky mit seiner Malschule "Phalanx". Unter seinen Schülerinnen ist Gabriele Münter, mit der er sich im Sommer 1903 in Kallmünz verlobt. Kandinsky streift mit seiner Schule auch in die engere und weitere Umgebung von Kallmünz. In den Skizzenbüchern Kandinskys sind neben Oberpfälzer Landschaften Ansichten der Orte Kallmünz, Eich und Nabburg.

Eine große Anzahl Kallmünzer Gemälde von Kandinsky entstehen 1903 und 1904. - In der Gabriele-Münter-Stiftung, welche die Künsterlin 1957 München zueignete und die jetzt in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus ihre Bleibe fand, befinden sich auch zwei Ölgemälde von Kandinsky, welche Gabriele Münter beim Malen in Kallmünz zeigen. Ein Ölbild von Gabriele Münter zeigt Wassily Kandinsky an einem Berghang in Kallmünz. Schliesslich ist uns noch eine Lithographie aus dem Jahre 1836 von Domenico Quaglio (1787 - 1837), Kallmünz mit dem Brunntor, bekannt. Quaglio war einer der besten Architekturmaler der deutschen Romantik. Vermutlich kam Quaglio in die Gegend, als im Auftrage Ludwigs I. nach einem Platz für die geplante Befreiungshalle gesucht wurde. Es soll der Weitzenberg im Gespräch gewesen sein.

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    Die Kallmünzer Geschichte

    Von welcher Seite man sich Kallmünz nähert, immer ist es das graue Mauerwerk der Burgruine, das zuerst den Blick auf sich zieht.

    Kallmünz liegt zwischen Naab und Vils gebettet am Ortsrande jener Kalkfelsenlandschaft, die weiter nordwärts in der Fränkischen Schweiz ihr meist besuchtes Gebiet besitzt, aber um Kallmünz selber sich zu einzigartigen, eindrucksvollen Bildern ballt, die oft geradezu von klassischer Größe und Schönheit sind. Herrlich baut sich der Ort, vom Strobelberg gesehen, auf.

    Kallmünzer Burg
    Ein stetes Rauschen raunt durch die Luft; hier vereinigen sich die Wasser der grünen Vils und der braunen Naab, in der Farbe ihre Jura- oder Waldbodenheimat verratend. 12 km östlich beginnen bereits die Berge des Bayerischen Waldes.

    Über weite Föhrenwälder des zwischengelagerten Waldweihergebietes grüßen sanft gewellte Berge herüber. Am schönsten zeigt sich das Wechselspiel des landschaftlichen Gepräges dem, der auf ein Stündlein hinaufwandert zum "Stadtberg", wo er auf dem höchsten Punkt, im Schatten einiger Birken, den umfassenden Rundblick mit Kallmünz tief im Tal auskosten kann. Graugewittert schaut die Burg ins Tal. Bayerische Herzöge aus der Landshuter Linie erbauten die Wehranlage um 1230, damit sie den alten Erz- und Salzweg Amberg-Regensburg und auch einen damals hier - erst über eine Furt, dann über Brücken - durchlaufenden Nebenstrang des Fernhandelsweges Nürnberg-Regensburg unter ihre Aufsicht brachten. Aus gleicher Erwägung und um das stolze Regensburg in die Zange zu nehmen, setzten sich diese Herzöge damals auch an allen übrigen bedeutenden Zugangsstraßen fest.

    Das alte Kallmünzer Rathaus beherbergt ein Museum
    So gehörte diese Burg zu einem festen wittelsbachischen Ring um Regensburg, dem sich Burglengenfeld an der Naab, Cham am Regen, Straubing an der Donau, Trausnitz ob Landshut an der Isar und Kelheim mit Abbach am Oberlauf der Donau beigesellten. Vergangene Kleinstaatenpolitik, die nicht vereinzelt dasteht, aber bei der Burgenbetrachtung mitunter übersehen wird.

    Wandern wir durch die bunten, winkeligen Gassen und Straßen, so fallen uns vielfach noch die alten Wandgemälde an den Häusern auf. Sichtbar erhaltene Spuren ortsansässiger Maler des 18. Jahrhunderts, die mit Mathias Zintl, dem Schöpfer der frischen Deckengemälde der Kallmünzer Pfarrkirche, und Josef Hämmerl, dem Verfertiger der wertvollen Ortsbildersammlung im Schloß Dietldorf ihre Höhepunkte erreicht. Hämmerls Sohn Georg schuf im 19. Jahrhundert verschiedene Glasfenster des Regensburger Doms. J.B. Laßleben, der Vater der oberpfälzischen Heimatbewegung, gründete hier 1906 seine "Oberpfalz", eine der ältesten Heimatzeitschriften Bayerns. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts prägte hier der bekannte Münzmeister Paur den Kallmünzer Hochzeitstaler, und um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert gingen Georg Braunspergers berühmte Darmsaiten von hier über ganz Deutschland. Kallmünz ist der ideale Ort zum Entspannen. Mit seinem bunten Häusergewürfel bietet er, seit Charles Palmie ihn als Malerwinkel entdeckte, bekannten Malern beliebte Motive. Charles Palmie war es auch, der um 1900 das Wort von der "Perle des Naabtales" prägte.

    Kallmünz im Winter
    Die schattigen Waldwege des naheliegenden Waizenberges und des stillen Fallgatters schenken dem Erholungssuchenden abseits der Autostraßen die nötige Urlaubsruhe. Dass die Wasser der Naab und Vils dem Wassersportler, Angler, Schwimmer und Paddler echte Ferienfreuden bringen, sei noch besonders vermerkt. Günstige Busverbindungen mit Regensburg und Amberg erschließen auch dem Fußwanderer manche Ausflugsmöglichkeiten. Der Markt Kallmünz hat ca. 2900 Einwohner.

    Nachfolgende Künstler waren schon mit Palmiè in Kallmünz. Professor von Canal, Professor Gussow, die Kunstmaler Melchior Kern, Schmidt-Michelsen, Bach, Hänisch, Hummel, Möser, Späthling, von Senger und von den Künstlerinnen sei Frl. Elsa Boyens aus Leipzig genannt, die damals folgendes günstiges Urteil über Kallmünz im Regensburger Anzeiger schrieb: "Die Künstler können sich nichts Schöneres denken. Da fehlen nicht die bunten malerischen Häuschen mit den Terrassen und Treppchen, die sich im Flusse spiegeln und einen fast italienischen Eindruck machen - nicht die seltsamen Felsformationen, die steil zum Wasser abfallen, so daß der Beschauer sich manchmal beinahe nach Norwegen versetzt glaubt - nicht die grünen Matten, die ihn wie Schweizer Almen anmuten - und auch nicht die schattigen Laubwälder, die ihn doch nicht vergessen lassen, daß er in Deutschland ist. " Auch W. Schacht und F.W. Scholtz aus Dresden sollen nicht unerwähnt sein. Bei vielen Künstlern blieb es nicht bei einem einmaligen Aufenthalt in Kallmünz, sie besuchten ihr liebes "Nest" oft Jahre hindurch.

    Kallmünz war als Malerwinkel entdeckt - auch die Malschulen wurden fortgesetzt. 1903 finden wir in Kallmünz, von München kommend, Wassily Kandinsky mit seiner Malschule "Phalanx". Unter seinen Schülerinnen ist Gabriele Münter, mit der er sich im Sommer 1903 in Kallmünz verlobt. Kandinsky streift mit seiner Schule auch in die engere und weitere Umgebung von Kallmünz. In den Skizzenbüchern Kandinskys sind neben Oberpfälzer Landschaften Ansichten der Orte Kallmünz, Eich und Nabburg.

    Eine große Anzahl Kallmünzer Gemälde von Kandinsky entstehen 1903 und 1904. - In der Gabriele-Münter-Stiftung, welche die Künsterlin 1957 München zueignete und die jetzt in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus ihre Bleibe fand, befinden sich auch zwei Ölgemälde von Kandinsky, welche Gabriele Münter beim Malen in Kallmünz zeigen. Ein Ölbild von Gabriele Münter zeigt Wassily Kandinsky an einem Berghang in Kallmünz. Schliesslich ist uns noch eine Lithographie aus dem Jahre 1836 von Domenico Quaglio (1787 - 1837), Kallmünz mit dem Brunntor, bekannt. Quaglio war einer der besten Architekturmaler der deutschen Romantik. Vermutlich kam Quaglio in die Gegend, als im Auftrage Ludwigs I. nach einem Platz für die geplante Befreiungshalle gesucht wurde. Es soll der Weitzenberg im Gespräch gewesen sein.
    Markt Kallmünz | Keltenweg 1 | 93183 Kallmünz | Tel: 09473/94010 | Fax: 09473/940119
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